Die Abmahnung - Das Original



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Abmahnung Filesharing Film: Abmahnung der Filmindustrie bzw. Filmverleihindustrie 2011

Der Verlauf des bisherigen Jahres zeigt, dass die Filmindustrie bzw. Filmverleihindustrie immer mehr Abmahnungen wegen Filesharing bzw. wegen Urheberrechtsverletzungen durch beauftragte Kanzleien aussprechen lässt. Zu Beginn der Abmahnwelle wegen Urheberrechtsverletzungen hatte sich die Filmindustrie noch sehr zurückgehalten. Zunächst ließen einige Rechteinhaber aus dem Musikbereich massenhaft Urheberrechtsverletzungen abmahnen. Als nächstes kam die Erotik- / Pornoindustrie hinzu.

Eine der ersten Firmen aus dem Filmbusiness war die Constantin Filmverleih GmbH die über die Kanzlei Waldorf Frommer aus München Urheberrechtsverletzungen an Ihren Filmwerken im großen Umfang abmahnen ließ.

In den letzten beiden Jahren haben immer mehr Rechteinhaber aus der Filmindustrie Kanzleien damit beauftragt, Abmahnungen gegen Tauschbörsennutzer auszusprechen.

Im Folgenden werden einige Beispiele aufgeführt:

 

  • Waldorf Frommer Rechtsanwälte (München):

    • Tele München GmbH + Co Produktionsgesellschaft

    • Constantin Film Verleih GmbH

    • Tiberius Film GmbH & Co. KG

    • Universum Film GmbH

    • Warner Bros. Entertainment GmbH

 

Die ausgesprochenen Abmahnungen verfolgen den Zweck, dass die Urheberrechtsverletzer zur Rechenschaft gezogen, dass aktuelle und zukünftige Tauschbörsennutzer abgeschreckt und behauptete Umsatzeinbußen aufgrund Raubkopien entsprechend kompensiert werden.

Es ist unbestritten, dass die Filmindustrie durch Raubkopien sicherlich Umsatzeinbußen zu verzeichnen hat. Eine Bericht auf heise online zeigt aber auch, dass für manche Rechteinhaber das Abmahngeschäft ein sehr lukrative Einkommensquelle sein kann. Es wird berichtet, dass der oskarprämierte Film „The Hurt Locker“ an den amerikanischen Kinokassen 17 Millionen US-Dollar eingespielt hat. In den USA wurden über 24.000 Tauschbörsennutzer abgemahnt, die den Film zum Download angeboten haben sollen. Wenn nur 10.000 Abgemahnte die geforderte Ausgleichszahlung von 2.000 US-Dollar geleistet haben sollten, bedeutete dies einen Umsatz von 20 Millionen US-Dollar. Dementsprechend können sich die Abmahnungen auch für die Filmindustrie als lukrative Nebenertragsquellen eröffnen.

Wie auch bei den Abmahnungen aus dem Musik- und Pornobereich wird der Abgemahnte dazu aufgefordert eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben und Schadensersatzzahlungen, welche sich aus den Anwaltskosten und fiktiven Lizenzgebühren zusammensetzen, zu leisten.

Bei den geforderten Schadensersatzbeträgen handelt es sich in der Regel um Pauschalbeträge die zwischen 380,00 EUR und 1.298,00 EUR pro abgemahnten Film liegen.

RA T. Röttger, LL.M.

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