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31.10.2011 15:54 Alter: 203 Tag(e)

Deutsche Buchbranche: Warnhinweise vor illegalen Downloads

Die deutsche Buchbranche fordert Warnhinweise im Netz vor illegalen Downloads. Dies meldete Heise Online am 9. Oktober 2011. Mit diesen Warnhinweisen will die Buchbranche die Internetpiraterie bekämpfen. „Bei jedem illegalen Download von sogenannten Filesharing-Plattformen werden dann die Nutzer darauf hingewiesen, dass sie was Illegales tun“, zitiert Heise Online Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, aus einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Solche Warnhinweise schätzt Skipis für erfolgversprechend ein. Er verweist dabei laut Heise Online auf Untersuchungen, welche belegen, dass sich 80 Prozent der Nutzer rechtstreu verhalten wollten. Wer illegal ein Buch herunterlade, müsse mit einer Abmahnung des Verlags rechnen, so Heise Online in Verweis auf den Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Zum Hintergrund: Eine brancheninterne Untersuchung ergab, dass im vergangenen Jahr rund 14 Millionen E-Books illegal heruntergeladen wurden. Dies entspricht laut Heise Online 62 Prozent aller heruntergeladenen Titel. Besonders betroffen sei hierbei der Wissenschaftsbereich. Doch auch im Bereich der Belletristik wächst das illegale Angebot und dessen Nutzung im Netz, so Heise Online in Verweis auf die Untersuchung.

Vor zwei Jahren hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel der Buchbranche ihre Unterstützung bei der Wahrung des Urheberrechts zugesagt. Die Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium seien jedoch noch nicht abgeschlossen, so Heise Online.

Einschätzung: Ob sich das Problem der illegalen Downloads mit entsprechenden Warnhinweisen lösen lässt, ist äußerst fraglich. Dennoch: Das Vorgehen sorgt für eine Sensibilisierung im Umgang mit dem Internet und schafft ein Bewusstsein dafür, was legal und was illegal ist. Diese Sensibilisierung erscheint in Anbetracht eines Mediums, in dem sich viele Nutzer bewegen, ohne ein Gefühl dafür zu haben, was erlaubt und, was nicht erlaubt ist, sinnvoll. (var)

Fazit:

Die illegalen Downloads werden sich mit Sicherheit nicht durch die geforderten Warnhinweise abstellen lassen. Ansatzpunkt wäre die Überdenkung der Preispolitik respektive die Schaffung neuer Vertriebskanäle durch die Buchbranche, so Rechtsanwalt und Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht K.Gulden, LL.M.

Von: V. Renner, M.A. journalistische Mitarbeiterin
RA K. Gulden, LL.M. (Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht)

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