Die Abmahnung - Das Original



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Beratungshilfe Abmahnung - Wann, wie und wo können Sie Beratungshilfe beantragen

Immer mehr Personen erhalten eine Abmahnung wegen der illegalen Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Dateien über Filesharing - Tauschbörsen bzw. wegen Urheberrechtsverletzungen. Bei vielen Abgemahnten taucht die Frage auf, ob sie überhaupt anwaltliche Hilfe erwarten können, da sie sich aufgrund ihrer finanziellen Situation keinen Anwalt leisten können.

Der Staat kommt im Rahmen der Beratungshilfe für die außergerichtlichen Gebühren des eigenen Anwaltes auf. Anspruch auf Beratungshilfe haben folgende Personengruppen:

  • ALG I Empfänger
  • ALG II (Hartz IV) Empfänger
  • Einkommensschwache (Schüler, Studenten etc.)
  • Rentner
  • Mittellose

Die Beratungshilfe muss vom Abgemahnten an der örtlichen Beratungshilfestelle beantragt werden. Die Beratungshilfestellen befinden sich in der Regel in den örtlichen Amtsgerichten.

Die notwendigen Beratungshilfeantragsformulare können Sie hier herunterladen --> Download Beratungshilfeantragsformulare, ausdrucken und ausfüllen.

Im Rahmen der Antragsstellung muss der Abgemahnte der Beratungshilfestelle seine Einkommens- und Vermögensverhältnisse nachweisen. Der Beratungshilfestelle müssen alle aktuellen Unterlagen (Verdienstbescheinigung, Arbeitslosen- Sozialhilfebescheid, Mietvertrag, Bescheinigungen über die Zahlung von Schulden und sonstigen Verbindlichkeiten) vorgelegt werden, anhand derer die finanzielle Lage des Betroffenen bestimmt werden kann.

Wird Beratungshilfe erteilt, muss der Betroffene für die außergerichtliche anwaltliche Vertretung an seinen Anwalt nur noch einen Betrag in Höhe von 10,00 EUR leisten. Die restlichen Gebühren rechnet der beauftragte Rechtsanwalt mit  der Staatskasse ab.

Uns wurde von Betroffenen bereits häufiger berichtet, dass diverse Anwälte und Kanzleien die Vertretung von Beratungshilfeempfängern in den Abmahnfällen ablehnen. Dies liegt daran, dass der Anwalt im Rahmen der Beratungshilfe in der Regele wesentlich weniger verdient, als wenn er direkt mit seinem Auftraggeber abrechnet. Die erfahrenen Anwälte der Kanzlei GGR Rechtsanwälte vertreten selbstverständlich auch Beratungshilfeempfänger, die eine Abmahnung wegen Filesharing erhalten haben, da wir der Ansicht sind, dass gerade die Vermögensschwachen auch einen Anspruch auf eine professionelle Beratung haben.