Die Abmahnung - Das Original



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25.02.2011 14:45 Alter: 9 Jahr(e)

Abmahnung des Films „Winters Bone“ durch die Kanzlei Auffenberg & Kollege Rechtsanwälte im Auftrag der Elite Film AG

Die Kanzlei Auffenberg & Kollege aus Dortmund mahnt aktuell die Verbreitung des urheberrechtlich geschützten Werkes „Winters Bone“ im Auftrag der Elite Film AG ab.

Gegenstand der Beauftragung der Auffenberg & Kollege Rechtsanwaltskanzlei ist die vermeintlich vom Abgemahnten über das Internet begangene Urheberrechtsverletzung durch den unberechtigten Upload des Films „Winters Bone“ über das Peer-to-Peer-Netzwerk ed2k.

Ansprüche der Elite Film AG

Die Elite Film AG sei die Inhaberin der ausschließlichen Nutzungs- und Verwertungsrechte an dem angeblich vom Abgemahnten verbreiteten Werk „Winters Bone“. Daher habe die Elite Film AG gegen den Abgemahnten einen Anspruch auf Unterlassung und Schadensersatz, einen Anspruch auf Auskunft und einen Anspruch auf Vernichtung aller bei dem Abgemahnten befindlichen rechtswidrigen Kopien sowie auf Vernichtung der Vorrichtungen, mit denen die rechtswidrigen Kopien erstellt worden seien.

Das von der Elite Film AG beauftragte Antipiracy-Unternehmen habe beweissicher und gerichtsverwertbar dokumentieren können, dass der Abgemahnte in dem P2P-Netzwerk „ed2k“ eine Urheberrechtsverletzung an dem Werk der Elite Film AG begangen habe.

Eine Lizenz zur Verbreitung des Werkes „Winters Bone“ habe der Abgemahnte von der Elite Film AG nicht erworben.

Deshalb fordert der Vertreter der Kanzlei Auffenberg & Kollege den Abgemahnten auf, die genannte Raubkopie unverzüglich von seinem Computer zu entfernen sowie die in der Anlage beigefügte strafbewehrte Unterlassungserklärung bis zur genannten Frist an die Kanzlei zurückzusenden.

Auffenberg & Kollege weist daraufhin, dass die Erklärung auch per Telefax übersendet werden könne.

Aufgrund der Inanspruchnahme der Kanzlei Auffenberg & Kollege seien der Elite Film AG Anwaltskosten entstanden, zu deren Ersatz der Abgemahnte verpflichtet sei.

911,80 Euro Rechtsanwaltskosten

Diesem Anspruch liege der Rechtsgedanke zugrunde, dass es im Interesse des Abgemahnten sei, von der rechtlichen Beurteilung seines rechtswidrigen Handelns in Kenntnis gesetzt zu werden, um dadurch einen kostspieligen Urheberrechtsprozess zu vermeiden (BGH in GRUR 1991, Seite 550 ff.). Die erstattungsfähigen Kosten bemessen sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz, so die Aussage von Auffenberg & Kollege.

Es sei nicht selten, dass im Rahmen von Urheberrechtsverletzungsverfahren durch die Gerichte Gegenstandswerte von mindestens 25.000 Euro (vgl. LG Nürnberg, AZ: 3 O 430/05) oder erheblich darüber hinaus (vgl. LG Köln, AZ: 28 O 266/06; LG Köln Az. 28 O 480/06; LG Frankfurt a.M., AZ: 18 O 336/07; LG München, AZ: 21 O 15964/07 / 30.000 Euro) festgesetzt werden.

Daraus ergäben sich außergerichtliche anwaltliche Gebühren in Höhe von mindestens 911,80 Euro.

Die Elite Film AG sei nach Aussage der Kanzlei Auffenberg & Kollege nicht ohne weiteres daran interessiert, gegen den Abgemahnten ein gerichtliches Verfahren mit diesen zulässigen Kostenfolgen einzuleiten.

Das wesentliche Ziel der Elite Film AG sei es, dem Abgemahnten aufzuzeigen, dass das Internet kein rechtsfreier Raum sei.

Das außergerichtliche Vergleichssangebot – 460,00 Schadensersatz

Die kanzlei Auffenberg & Kollege weist darauf hin, dass die Elite Film AG dazu bereit sei, die Angelegenheit außergerichtlich beizulegen, wenn der Abgemahnte Schadensersatz für die Verbreitung des Titels „Winters Bone“ ohne Abschluss eines Lizenzvertrages an die Elite Film AG in Höhe von 360,00 Euro zahle und die beigefügte Unterlassungserklärung abgebe.

Zusätzlich müsse der Abgemahnte die Kosten der Inanspruchnahme der Kanzlei Auffenberg & Kollege in Höhe von 100,00 Euro tragen.

Mit der Zahlung des Vergleichsbetrages von insgesamt 460,00 Euro seien die Schadensersatzansprüche der Elite Film AG, die anwaltlichen Gebühren, die Kosten für die Ermittlung der Adresse des Abgemahnten sowie die Kosten des Antipiracy-Unternehmens zur Ermittlung der IP-Adresse ausgeglichen.

Auffenberg & Kollege weist darauf hin, dass im Falle der Fristversäumnis die Geltendmachung weiterer und höherer Schadensersatzansprüche sowie die Geltendmachung weiterer und höherer Kosten und Gebühren ausdrücklich vorbehalten bleibt.

Der Abmahnung von Auffenberg & Kollege ist eine strafbewehrte Unterlassungserklärung, eine Vollmacht der Elite Film AG  sowie ein Informationsblatt zur zivilrechtlichen Haftung angehängt.

In diesem Informationsblatt wird über die zivilrechtliche Haftung des Abgemahnten hingewiesen.

Hilfe bietet der Fachanwalt für Urheberrecht

Betroffene sollten die Abmahnung von einem Fachanwalt für Urheberrecht prüfen lassen und bis dahin keinerlei Zahlungen an die Abmahnkanzlei oder den Rechteinhaber leisten oder Unterschriften abgeben.

Von: RA Gulden, LL.M. (Medienrecht)
Fachanwalt für Urheber-und Medienrecht

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