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31.05.2012 11:29 Alter: 7 Jahr(e)

Annähernd die Hälfte der Internet-User nutzt legale Quellen für Musik aus dem Netz

Von einer geringen Akzeptanz von legalen Musikangeboten im Netz kann keine Rede sein: Fast jeder zweite Onliner bedient sich aus legalen Quellen.

Wenn es nach den Lamenti der Unterhaltungsindustrie ginge, bestünde fast die ganze Netzgemeinde aus Urheberrechtsmissachtern, welche mit erheblicher krimineller Energie hart arbeitenden Künstlern das Brot vor dem Munde wegnehmen, indem sie urheberrechtlich geschützte Medien über das Netz aller Welt zur Verfügung stellen. Die Realität jedoch sieht wesentlich anders aus: Legale Musikdienste im Netz erfreuen sich großer Beliebtheit      

Kostenlose Angebote bevorzugt

Besonders beliebt sind nach Angaben des Branchenverbandes der IT-Sparte, Bitkom, kostenlose Angebote wie Internet-Radiostationen und Musikvideo-Kanäle bei YouTube: 41% der Netznutzer versorgen sich aus derartigen Quellen mit Musik.

Bei den kostenpflichtigen Angeboten sieht es allerdings etwas weniger gut aus: Immerhin noch 12% der Surfer, also ein knappes Achtel, laden sich Musik von kostenpflichtigen legalen Musikseiten herunter. Nur 3% hingegen nutzen legale Streamingangebote.

Bitkom zuversichtlich

Trotzdem ist man beim Bitkom zuversichtlich: Wenn bislang auch erst nur 3% der Server Kunden bei kostenpflichtigen Streaming-Websites seien, sieht man hier ein hohes Wachstumspotential. Laut Bitkom-Präsident Dieter Kempf machen neuartige Streaming-Dienste wie Spotify und Simfy den Online-Musikmarkt immer attraktiver. Gerade auch günstige und kostenlose Angebote würden, so Kempf, den Online-Musikmarkt stärken. Erhoben wurden die Daten für die vom Institut Aris durchgeführte Studie mittels einer Befragung von 1000 Internetnutzern.

Insgesamt spielt auch laut einer vor einigen Wochen publizierten Studie des Bundesverbands der Musikindustrie (BMVI) die Musik eine immer größere Rolle bei der Nutzung des Internets. 25% der für das Musikhören verwendeten Zeit entfielen nach dieser Studie auf Streaming von Musik und Musikvideos. Nur 8% hingegen würden für Internetradios und Musikvideoportale aufgewendet, während abopflichtige und werbefinanzierte Streamingdienste in der BMVI-Studie noch weniger ausmachten als bei der vom Bitkom.     


RA Röttger, LL.M.

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