Die Abmahnung - Das Original



Home / News / WiN / News

31.05.2012 10:12 Alter: 7 Jahr(e)

Macht Filesharing depressiv?

Bei einer Studie an Studenten wollen US-Wissenschaftler herausgefunden haben, dass Leute, die Filesharing betreiben, eher zu Depressionen neigen als andere.

Dass Filesharing die Musikindustrie traurig stimmt, leuchtet ein. Laut einer Untersuchung von Wissenschaftlern an der Missouri University of Science and Technology soll es aber auch die Leute depressiv machen, die sich auf diese Weise illegal und kostenlos Unterhaltungsmedien verschaffen.

Online Aktivitäten untersucht

Unter der Leitung eines gewissen Dr. Sriram Chellappan untersuchte ein Team von Wissenschaftlern das Online-verhalten von über 200 Studenten und Studentinnen im Campusnetz der Uni. Die Ergebnisse wurden dann mit denen einer Umfrage verbunden.

Bei der Auswertung der erhobenen Daten stellte sich heraus, dass die Nutzer von P2P-Netzwerken tendenziell häufiger Depressionen bekommen als andere Studenten. Allerdings gilt das gleiche auch für Leute, die oft Online-Chats besuchen und auch für die, welche viel per eMail kommunizieren.

Der Leiter der Studie, jener Dr. Sriram Chellappan, weiß auch ein Gegenmittel: Es würde sich anbieten, so der gelehrte Mann, die Online-Aktivitäten der Menschen zu überwachen, um frühzeitig Gefahren für ihre Gesundheit erkennen zu können. Natürlich nur zu deren Bestem und nicht etwa, um polizeiliche Erkenntnisse zu gewinnen.

TorrentFreak hinterfragt

Bei der Auswertung der Studie offenbar gar nicht gestellt wurde jedoch die Frage, ob nicht etwa umgekehrt Menschen mit Neigung zu Depressionen sich häufiger aus der realen Welt zurückziehen, ihre sozialen Aktivitäten ins Internet verlagern und daher eMail, Chats und Filesharing-Dienste eben öfter und länger nutzen als andere. Diese mehr als nahe liegende Überlegung stellte allerdings das Online-Szene-Magazin TorrentFreak an, welches ebenfalls über die Studie und die Schlussfolgerung des Dr. Sriram Chellappan berichtete.

TorrentFreak weist auch darauf hin, dass bereits früher schon festgestellt wurde, dass Menschen mit Depressionen auch vermehrt unter solchen zu finden sind, die besonders viel im Netz shoppen, oft Videos über das Netz ansehen, soziale Netze nutzen, Online-Glückspiel betreiben oder sich beim Surfen die Nacht um die Ohren hauen.     


RA Röttger, LL.M.

(Medienrecht)

kanzlei-urheberrecht.info

abmahntalcc.info - Meinungen und News

infodocc.info - Medienrecht und mehr